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Biografie

Hier finden Sie Infos über Jan Vogler und seine Karriere.

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Jan Vogler
Violoncello

Die anhaltende Erweiterung seines Horizonts ist für Jan Vogler eine der wichtigsten Aspekte als Mensch und als Musiker. Seit er sich seinem Instrument verschrieben hat, arbeitet er beständig daran, das Farbspektrum seines Celloklangs zu auszudehnen, verfeinert im ständigen Dialog mit renommierten zeitgenössischen Komponisten und Interpreten seine musikalischen Sprache – mit aller Leidenschaft und immer auch mit dem nötigen Maß Risiko. Die New York Times bewunderte Jan Voglers „lyrisches Gespür“, das Gramophone Magazine lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“, „From Screaming to singing – Jan Vogler and his cello“ titelte 2004 das Strad-Magazin.

In dieser Saison führen Jan Vogler Engagements wieder in die USA, nach Asien und Europa. Die Spielzeit begann für ihn beim Musikfest Bremen mit einem Konzert unter dem Titel „Hélène Grimaud und Freunde“, und auch seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem kanadischen Pianisten Louis Lortie setzt er mit Konzerten u. a. in Singapur, Tokio, Peking und Warschau fort. Zu den deutschen Orchestern, die ihn verpflichten, gehören, neben anderen das mdr-Sinfonierorchester, die Dresdner Philharmonie, das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, das Philharmonische Orchester Freiburg, das Philharmonische Staatsorchester Halle oder auch das Münchener Kammerorchester, mit dem Jan Vogler unter der Leitung von Reinhard Goebel in der Dresdner Frauenkirche zu hören sein wird. Mit dem mdr-Sinfonieorchester spielt er im Leipziger Gewandhaus und beim Prager Herbst Festival. Im vergangenen Oktober erhielt Jan Vogler den Europäischen Kulturpreis in der Sparte Musik.

Jan Vogler, der heute mit seiner Frau und beiden Töchtern sowohl in Dresden als auch New York lebt, begann seine Karriere als erster Konzertmeister Violoncello in der Staatskapelle Dresden im Alter von 20 Jahren. Diese Position gab er 1997 auf, um sich ganz auf seine erfolgreiche Tätigkeit als Solist zu konzentrieren, zu deren Höhepunkten ganz sicher die Auftritte mit dem New York Philharmonic unter Lorin Maazel sowohl in New York als auch im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche in der vergangenen Saison gehörten. Jan Vogler spielt ein Cello von Domenico Montagnana 'Ex- Hekking' von 1721.

Jan Voglers Orchesterrepertoire beinhaltet neben sämtlichem bekannten Repertoire für das Violoncello auch so ausgefallene Werke wie das Cellokonzert „Dunkle Saiten“ des Komponisten Jörg Widmann, das Jan Vogler gewidmet ist, die Konzerte von Samuel Barber oder auch das hochvirtuose Konzert von Michael Haydn. Zusammen mit dem New York Philharmonic gestaltete er die Uraufführung der Berceuse for Dresden des englischen Komponisten Colin Matthews im Herbst 2005 in der Dresdner Frauenkirche.

Zu Jan Voglers vielseitigen kammermusikalischen Aktivitäten zählen neben dem Moritzburg Festival, dessen künstlerischer Leiter er ist, regelmäßige Konzerte mit Partnern wie Hélène Grimaud, Martin Stadtfeld und nicht zuletzt Louis Lortie. Gerade mit letzerem verbindet ihn die Liebe zu außergewöhnlichen Programmen wie beispielsweise einem „Liedprogramm“ mit Werken von Wagner und Liszt.

2003 begann Jan Voglers erfolgreiche Aufnahmetätigkeit bei Sony Classical mit einer Einspielung von Strauss’ Don Quixote und der Romanze mit der sächsischen Staatskapelle Dresden unter Fabio Luisi. Die preisgekrönten Früchte dieser Kooperation aus der vergangenen Saison sind die Aufnahme des Cellokonzerts von Dvorák mit dem New York Philharmonic unter David Robertson (u. a. Diapason d’Or und Choc du Monde) sowie zwei Mozart-Einspielungen mit Künstlern des Moritzburg Festivals (ECHO Klassik). Letztere enthalten u. a. zwei von Jan Vogler selbst wiederentdeckte Raritäten: von Mozart-Zeitgenossen für Streichquartett bearbeitete Suiten aus Le Nozze di Figaro und der Zauberflöte, die zweite gewann 2006 den ECHO Klassik. Erwähnung verdienen ebenso die bei Berlin Classics erschienenen Einspielungen der Cellokonzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold sowie die Aufnahme der Cellokonzerte von Robert Schumann und Jörg Widman (ECHO Klassik „Bester Instrumentalist“ 2002). Für seine nächste CD hat Vogler einige Encores eingespielt, sie wird Anfang 2007 bei Sony Classical erscheinen.