Biographie
Jan Vogler, Violoncello
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Seit er sich seinem Instrument verschrieben hat, arbeitet Jan Vogler beständig daran, das Farbspektrum seines Celloklangs auszudehnen und verfeinert im ständigen Dialog mit renommierten zeitgenössischen Komponisten und Interpreten seine musikalische Sprache – mit aller Leidenschaft und immer auch mit dem nötigen Maß Risiko. Die New York Times bewunderte Jan Voglers „lyrisches Gespür“, das Gramophone Magazine lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“. Jan Vogler ist Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals bei Dresden und seit Oktober 2008 auch Intendant der Dresdner Musikfestspiele. Im Februar 2010 begleitete er als Kulturbotschafter Deutschlands den Bundespräsidenten Horst Köhler zu dessen Staatsbesuch nach Korea. 2006 erhielt er den Europäischen Kulturpreis.
In der Saison 2009/10 setzt Jan Vogler seine erfolgreiche musikalische Zusammenarbeit mit dem Pianisten Martin Stadtfeld in zahlreichen Duo-Abenden fort. Im Duo ist auch mit der Pianistin Hélène Grimaud zu hören. Nach der Uraufführung des Cellokonzerts Lieder von einer Insel von Udo Zimmermann mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Mai 2009 stehen in der dieser Saison zwei weitere Uraufführungen an: Mit dem WDR Sinfonieorchester und einem neuen Cellokonzert des armenischen Komponisten Tigran Mansurian eröffnet er die MusikTriennale Köln 2010. Begleitet vom Boston Symphony Orchestra wird er ein neues Werk des US-amerikanischen Komponisten John Harbison uraufführen. Weitere Orchester, mit denen Jan Vogler in dieser zu hören ist, sind u. a. die Dresdner Philharmonie, das Cincinnati Symphony, das Singapore Symphony oder das Pittsburgh Symphony Orchestra.
Jan Vogler, der heute mit seiner Frau und beiden Töchtern sowohl in Dresden als auch New York lebt, begann seine Karriere als erster Konzertmeister Violoncello in der Staatskapelle Dresden im Alter von 20 Jahren. Diese Position gab er 1997 auf, um sich ganz auf seine erfolgreiche Tätigkeit als Solist zu konzentrieren. Zu deren Höhepunkten zählen ganz sicher die Auftritte mit dem New York Philharmonic, sowohl in New York als auch im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche im November 2005 unter Lorin Maazel, bei der er die Uraufführung der Berceuse for Dresden des englischen Komponisten Colin Matthews gestaltete. Jan Vogler spielt ein Cello von Domenico Montagnana 'Ex-Hekking' von 1721.
Jan Voglers Orchesterrepertoire beinhaltet neben sämtlichen bekannten Werken für das Violoncello auch so ausgefallene Stücke wie das Cellokonzert „Dunkle Saiten“ des Komponisten Jörg Widmann, das Jan Vogler gewidmet ist, die Konzerte von Barber, Graf, Hasse, Bürger oder auch das hochvirtuose Konzert von Michael Haydn.
2003 begann Jan Voglers erfolgreiche Aufnahmetätigkeit bei Sony Classical mit einer Einspielung von Strauss’ Don Quixote und der Romanze mit der sächsischen Staatskapelle Dresden unter Fabio Luisi. Preisgekrönte Früchte dieser Kooperation sind u. a. die Aufnahme des Cellokonzerts von Dvořák mit dem New York Philharmonic unter David Robertson (u. a. Diapason d’Or und Choc – Le Monde de la Musique) sowie zwei Mozart-Einspielungen mit Künstlern des Moritzburg Festivals (ECHO Klassik 2006). Letztere enthalten u. a. zwei von Jan Vogler selbst wieder entdeckte Raritäten: von Mozart-Zeitgenossen für Streichquartett bearbeitete Suiten aus Le Nozze di Figaro und der Zauberflöte. Erwähnung verdienen ebenso die bei Berlin Classics erschienenen Einspielungen der Cellokonzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold sowie die Aufnahme der Cellokonzerte von Robert Schumann und Jörg Widmann (ECHO Klassik „Bester Instrumentalist“ 2002).
Für seine CD „My Tunes“ hat Vogler Encores eingespielt, und im September 2007 wurde „Concerti Brillanti“, seine Aufnahme frühklassischer Cellokonzerte mit dem Münchener Kammerorchester und Reinhard Goebel veröffentlicht, im vergangenen Jahr dann seine CD „Tango!“ mit Tango-Kompositionen für verschiedene Besetzungen, aufgenommen mit Künstlern des Moritzburg Festivals. 2009 erschien bei Sony die CD „Experience“, aufgenommen mit dem New Yorker Kammerorchester The Knights, mit Werken von Schostakowitsch (Cellokonzert Nr. 1 u. a.) und Jimi Hendrix. Im Herbst 2009 erscheinen Bach-Sonaten mit Martin Stadtfeld und im Januar 2010 die zweite CD der Knights, auf der Jan Vogler mit Dvořáks Waldesruh zu hören ist.

